Leistungen

Kinder und Säuglinge

Die pädiatrische Osteopathie ist ein spezielles Gebiet der Osteopathie und setzt ein umfangreiches Wissen über die Embryologie und die kindlichen Entwicklungsstufen voraus.
In vielen Ländern sind Osteopathen bereits im Kreißsaal anwesend und immer mehr Eltern lassen ihr Kind bereits in den ersten Lebenswochen osteopathisch untersuchen.

Kinder befinden sich in einem Lebensabschnitt, in dem sich innere und äußere Einflüsse entscheidend auswirken. In keiner anderen Phase der Entwicklung macht der Organismus solche großen anatomischen, physiologischen und psychischen Veränderungen durch.

Aus Sicht der Osteopathie können bereits mit der Geburt Funktionsstörungen entstehen, die erst Jahrzehnte später zu Symptomen führen oder bestimmte Krankheiten begünstigen. Ursächlich hierfür können zum Beispiel eine sehr lange oder auch kurze Geburt sein, der Einsatz von Hilfsmitteln unter der Geburt, eine ungünstige Kindslage im Mutterleib oder auch Unfälle der Schwangeren. Der Osteopath sucht nach der Ursache der Funktionsstörung und gibt, soweit dies möglich ist, der betroffenen Struktur ihre ursprüngliche Bewegung zurück. Stimmen die Bewegungen der Struktur wieder, kann diese erneut ihre Funktionen aufnehmen.

Bei den kleinen Patienten nehme ich mir für die Untersuchung und Behandlung mindestens genauso viel Zeit, wie bei den Großen. Besonders wichtig sind hier Ruhe und Geduld, eine angenehme Atmosphäre für das Kind sowie Anpassung an die Gegebenheiten. Auch die Anwesenheit der Eltern bzw. einer Bezugsperson (je nach Kindesalter) ist unabdingbar.
Sein Kind von jemandem untersuchen und behandeln zu lassen, setzt Vertrauen und Sicherheit voraus – sollten Sie vorab noch Fragen zum Ablauf der osteopathischen Behandlung Ihres Kindes haben, können Sie mich gerne jederzeit kontaktieren.

Bedeutung des Kindersymbols:
Therapeuten haben sich nach ihrer erfolgreich abgeschlossenen Osteopathieausbildung entsprechend den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft „osteopathische Behandlung von Kindern“ weitergebildet und verfügen über langjährige praktische Erfahrung in der Behandlung von Kindern.

Schwangerschaft

Im Verlauf der Schwangerschaft nimmt das Kind immer mehr Platz im Mutterleib ein. Es kommt zu zahlreichen Veränderungen, die unter anderem die Statik, das endokrine System, den Flüssigkeitshaushalt, das Gewicht und die Organleistungen betreffen.
 Innerhalb der Schwangerschaft kommt es nicht selten zu Beschwerden wie Rückenschmerzen, Ischialgien, Problematiken im Bereich der Symphyse, Kopfschmerzen, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden oder Kreislaufproblemen.

Die ganzheitliche Therapie berücksichtigt die Veränderungen des Körpers und fördert das Wohlbefinden der Mutter und des Ungeborenen. Die Absicht einer osteopathischen Behandlung liegt hier nicht nur darin, mögliche Dysfunktionen zu lösen, sondern den Körper darin zu unterstützen, sich bestmöglich an die veränderte Situation anpassen zu können. Weiterhin besteht das Ziel darin, beste Voraussetzungen für die bevorstehende Geburt zu schaffen – besondere Aufmerksamkeit liegt hierbei auf den Schlüsselregionen, wie der Funktion und dem Zusammenspiel aller Beckenanteile und der für die Geburt wichtigen Muskulatur.

Nach der Schwangerschaft braucht der Körper einiges an Zeit und Kraft, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Ein Kind zu gebären und anschließend zu versorgen bedeutet absolute Höchstleistung – sowohl körperlich als auch mental. Auch hier kann begleitend osteopathisch gearbeitet werden. Die natürliche Rückbildung des Körpers kann unterstützt und gefördert werden und auch häufige Probleme wie Stillschwierigkeiten, Beckenbodenproblematiken, schmerzende Kaiserschnittnarben oder auch Rückenbeschwerden können durch die Osteopathie gelindert werden.

Allgemein

Das Prinzip der Osteopathie bezieht sich zum einen auf die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit, zum anderen auf die Eigenbewegungen der Gewebe, der einzelnen Körperteile und Organsysteme sowie deren Zusammenspiel. Jedes Körperteil, jedes Organ benötigt zum optimalen Funktionieren viel Bewegungsfreiheit.
Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, entstehen aus Sicht der Osteopathie zunächst Gewebespannungen und darauffolgend Funktionsstörungen. Die Summe dieser Fehlfunktionen kann der Organismus aus Sicht der Osteopathie nicht mehr kompensieren – es entstehen Beschwerden.
Beim Forschen nach den Ursachen der Beschwerden im menschlichen Körper stehen eine Strukturstörung und die daraus resultierende Fehlfunktion im Vordergrund. Diese so genannte somatische Dysfunktion gilt es aufzuspüren und zu beheben. Die Osteopathie behandelt demzufolge keine Krankheiten im eigentlichen Sinne, sondern Bewegungsstörungen im weitesten Sinne.
Unser Organismus besteht aus unzähligen Strukturen, die alle direkt oder indirekt miteinander zusammenhängen. Den Zusammenhang stellen die Faszien her, dünne Bindegewebshüllen, die jede Struktur umgeben und gemeinsam eine große Körperfaszie bilden. Bewegungseinschränkungen und Fehlfunktionen können sich aus Sicht der Osteopathie über die Faszien verbreiten und sich an einem anderen Ort des Körpers durch Beschwerden zeigen.

© Copyright - Ann-Kathrin Pult (Heilpraktikerin) Praxis für osteopathische Medizin